12. Carl-Filtsch-Wettbewerb-Festival in Hermannstadt 

Fejes Krizstina, Ungarn, 2. Preis für Interpretation in der Gruppe C, interpretiert S. Prokofiew’s 1. Sonate, Opus 1 in f-moll. Foto: Willy Dusil

12. Carl-Filtsch-Wettbewerb-Festival in Hermannstadt

Dank der Siebenbürgisch-Sächsischen Stiftung München als einer der Hauptsponsoren des Carl-Filtsch-Wettbewerb-Festivals konnte diese Veranstaltung auch im Jahr 2007 in der Europäischen Kulturhauptstadt Hermannstadt unter optimalen Bedingungen stattfinden und sich laut Ioan Bojin, Direktor der Hermannstädter Philharmonie zu einem der wichtigsten Events des Jahres herauskristallisieren.

In der zwölfjährigen Geschichte des Wettbewerbes hob sich die diesjährige Veranstaltung sowohl quantitativ: 61 Teilnehmer 2007 (im Vergleich zu 33 Teilnehmern 1995) aus neun Ländern Europas und Asiens, als auch qualitativ durch das einmalig hohe und homogene Niveau der Teilnehmer aller Alterstufen von den vorhergehenden Auflagen ab. Für die Jury unter dem Vorsitz des aus Hermannstadt stammenden Pianisten, Klavierlehrer und Musikologen Peter Szaunig war es bestimmt nicht einfach, Entscheidungen zu treffen und Preise (im Gesamtwert von 7 000 Euro) zu vergeben. Doch letztendlich sollten sich alle als Gewinner sehen, so der deutsche Konsul Hilmar Münch in seiner Eröffnungsrede, da hier neben harter Arbeit, Selbstbeherrschung und Disziplin auch die Freude am Spiel im Vordergrund stehen sollten.

Internationale Jury: Von links nach rechts: Boldizsar Csiky/Rumänien, Walter Krafft/Deutschland, Marcella Crudelli/Italien, Enikö Orth/Rumänien, Marina Evseeva/Russland, Georges Petrov/Bulgarien, Peter Szaunig, Vorsitzender der Jury/Deutschland. Foto: Willy Dusil

Von den 61 Kandidaten erhielten 35 einen Preis oder eine lobende Anerkennung.

Preise der Gruppe A (bis 12 Jahre)

1. Preis:
Botac Alexandru Cadmiel, Rumänien
Georgiev Nikola Petev, Bulgarien
2. Preis:
Busecan Anca, Rumänien
Chervendinev Kamen Georgiev, Bulgarien
Prisada Radu, Rumänien
3. Preis:
Cosinar Xenia, Rumänien
Ghita Horia Adrian, Rumänien
Monita Daniel Adrian, Rumänien
Ropota Daniel, Rumänien

Carl Filtsch Preis:
Vucmanovici Ana, Rumänien

Preis für den jüngsten Teilnehmer:
Surdu Andrei Mihai (9 Jahre)

15. Juli 2007 – Abschlußkonzert der Preisträger. Surdu Andrei Mihai spielt 'Little Negroe' von Claude Debussy. Foto: Jürgen Schenker

Preise der Gruppe B (13 – 16 Jahre)

1. Preis:
Düpree Frank Pierre, Deutschland

2. Preis:
Zvonov Alexander, Russland
Todica George, Rumänien

3. Preis:
Mihaila Nicolae, Rumänien
Dascalu Vasile Daniel, Rumänien

Carl Filtsch Preis:
Sandrin Cristian, Rumänien

Preise für Komposition:
1. Preis:
Düpree Frank Pierre, Deutschland

2. Preis:
Popov Vladimirov, Bulgarien
Raducanu Catalin, Rumänien
Streche Gabriela Maria, Rumänien

Düpree interpretierte während des Preisträgerkonzertes F. Liszts „Mephisto Walzer“

Doppelpreisträger für Interpretation und Komposition: Frank Düpree, Deutschland. Foto: Willy Dusil

Preisträger der Kategorie C (16 – 31 Jahre)

1. Preis:
Kyoseva Silviya Georgieva, Bulgarien

2. Preis:
Fejes Krisztina, Ungarn
Sung Jieun, Deutschland

3. Preis:
Vuchev Emil Krastev, Bulgarien
Litvinova Ljubov Aleksandrovna, Russland
Hirota Shunji, Deutschland
Terazaki Yumi, Japan

Carl Filtsch Preis:
Mai-Antal Marc Antoniu, Rumänien

Bürgermeister Klaus Werner Johannis überreicht der Deutsch-Japanerin Jung Jieun aus Deutschland den 2. Preis für Interpretation in der Gruppe C. Foto: Willy Dusil

Popov Vladimir Vladimirov, Bulgarien, 2. Preisträger für Komposition in der Gruppe B, interpretiert seine Eigenkomposition „Filtsch’s Dream“. Foto: Willy Dusil

Fejes Krizstina, Ungarn, 2. Preis für Interpretation in der Gruppe C, interpretiert S. Prokofiew’s 1. Sonate, Opus 1 in f-moll. Foto: Willy Dusil

Die Preisträger der Gruppen A und B. Foto: Jürgen Schenker

Nicht unerwähnt bleiben sollte die Entdeckung zweier verschollen gewähnter Kompositionen Carl Filtschs durch den amerikanischen Musikwissenschaftler Ferdinand Gajewski. Es handelt sich um das „Klavierstück“ für Klavier und Orchester sowie eine „Ouvertüre“ für großes Orchester, die beide beim nächstjährigen Filtsch-Wettbewerb zu hören sein werden.
Am 15. Juli 2007 ging mit dem Preisträgerkonzert ein beeindruckendes internationales musikalisches Ereignis in Hermannstadt zu Ende. Unter dem anhaltenden Applaus des Publikums wird einer neuen Auflage, der 13. entgegengesehen.
DD

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